Wahlprogramm der SPD Rosdorf für die Kommunalwahlen am 13. September 2026
Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Rosdorf,
am 13. September wählen Sie den Rosdorfer Gemeinderat neu. Wir, die Rosdorfer SPD und unser Bürgermeister Sören Steinberg, werben um Ihre Stimme und Ihr Vertrauen für die Wahlperiode 2026-2031.
Die Liste unserer Kandidatinnen und Kandidaten bietet Ihnen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern, dem Kernort Rosdorf und seinen Ortschaften, sowie eine gute Mischung aus kommunalpolitischer Erfahrung und Neueinstieg.
Wir leben in schwierigen Zeiten, Krisen und Konflikte bestimmen international das politische Geschehen. Bei den Kommunalwahlen am 13. September 2026 geht es zwar nicht um die große Weltpolitik. Aber wir entscheiden darüber, was in den kommenden Jahren in unserer Gemeinde, unmittelbar vor unserer Haustür, passiert.
Es geht um funktionierende Verkehrswege, moderne Schulen, verlässliche Betreuung, eine starke Wirtschaft, Gemeinschaft und Zusammenhalt – kurz und knapp: um eine lebenswerte Zukunft in unserer Gemeinde Rosdorf.
Die Finanzen der Gemeinde Rosdorf haben sich in den letzten Jahren sehr stabil entwickelt. Dadurch können wir eine Vielzahl von Projekten realisieren und haben in den vergangenen Jahren viel erreicht. Die Gemeinde Rosdorf ist gut aufgestellt, um die vor uns liegenden Aufgaben zu lösen. Wir wollen, dass unsere Gemeinde auch in Zukunft stark bleibt. Das ist unser Ansporn, dafür werden wir uns einsetzen.
Mit Ihrer Stimme können Sie am 13. September unseren Bürgermeister und die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD wählen und helfen, dass wir diese erfolgreiche Politik fortsetzen können.
Für uns ist klar:
Wir sind eine Gemeinde für Familien
Familien leben gerne in der Gemeinde Rosdorf – darauf sind wir besonders stolz. Keine Gemeinde im Landkreis Göttingen wächst so stark wie unsere. Damit wir eine familienfreundliche Gemeinde bleiben, sorgen wir für gute Bildungschancen und eine verlässliche Kinderbetreuung.
Kinderbetreuung
Durch den Neubau des Anne-Frank-Kindergartens in Rosdorf sind weitere Betreuungsplätze entstanden. Das Deutsche Rote Kreuz wird im ehemaligen Kindergarten im Anne-Frank-Weg eine weitere Kindertagesstätte eröffnen. Damit schaffen wir ein zusätzliches Angebot – und Eltern können zwischen unterschiedlichen Trägern wählen. Inklusion und maximale Förderung in Kindergarten und Schule steht für uns ganz oben auf unserer Agenda
Grundschulen
Wir investieren gezielt in unsere Grundschulen, damit alle Kinder in unserer Gemeinde unter bestmöglichen Bedingungen lernen, wachsen und ihre Talente entfalten können. Der Umbau und die Erweiterung der Heinrich-Grupe-Schule zu einer modernen, barrierefreien Schule erfolgt bei laufendem Schulbetrieb. Das ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Doch wir sind überzeugt: Von dem Ergebnis werden Kinder und Lehrkräfte langfristig profitieren. Auch die Grundschule im Drammetal erweitern und modernisieren wir. Beide Grundschulen werden räumlich und digital fit gemacht für die Anforderungen der Zukunft.
Wir unterstützen unsere Grundschulen bei der Erfüllung des Rechtsanspruches auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/27. Dieses Vorhaben muss gelingen, obwohl die Landesmittel dafür nicht ausreichen werden. Notfalls setzen wir uns dafür ein, dass zusätzliche gemeindliche Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Wir sorgen darüber hinaus für außerschulische und frühkindliche Bildungsmöglichkeiten. Seit fast 20 Jahren bieten wir über das Kinder- und Jugendbüro eine verlässliche und bezahlbare Ferienbetreuung für Grundschulkinder an. Dafür setzen wir uns auch weiterhin ein. Unser Ferienangebotsheft „was geht ab“ vernetzt Angebote von Vereinen und Gemeinde.
Freizeit
Familien brauchen Orte des Austausches und der Begegnung. Unser Familienzentrum hat sich zu einem Leuchtturm für Groß und Klein in der gesamten Gemeinde entwickelt und ist das soziale Herz in Rosdorfs Mitte.
Das Kinder- und Jugendbüro haben wir personell gestärkt. Zudem fördern wir die Arbeit der ehrenamtlichen Ortsjugendpflegerinnen und Ortsjugendpfleger in den Ortschaften. Unser Ziel ist es, in allen Ortschaften der Gemeinde eine ehrenamtliche Ortsjugendpflege zu haben, die von den Hauptamtlichen unterstützt werden. Das bindet Jugendliche durch Freizeitangebote an ihr Dorf und schafft Verständnis zwischen den Generationen.
In jedem Dorf haben wir kindgerechte, abwechslungsreiche Spielplätze, die wir immer wieder auf den neuesten Stand bringen. Unsere Freibäder in Rosdorf, Dahlenrode und Settmarshausen sind beliebt und werden sehr gut genutzt. Wir unterstützen die Trägervereine in Dahlenrode und Settmarshausen und investieren in moderne Technik, damit wir gemeinsam solche „Schätze“ erhalten können.
Gleichstellung
Wir setzen uns für die volle Gleichberechtigung und umfassende Teilhabe aller Menschen in unserer Gemeinde ein. Familienpolitik ist jedoch nicht automatisch Gleichstellungspolitik. Die Hälfte unserer Bevölkerung ist weiblich – es gilt, die unterschiedlichen Lebenslagen von Frauen in den Blick zu nehmen. Seit 1989 setzt sich die SPD für eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte ein. Für ein gleichberechtigtes Miteinander der Geschlechter halten wir das auch in Zukunft für unerlässlich.
Unsere Gemeinde ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort
Die Gemeinde Rosdorf ist wirtschaftlich stark. Viele lokale Betriebe haben hier seit Jahren ihren Standort, wachsen weiter und entwickeln sich erfolgreich. Gleichzeitig entscheiden sich auch immer mehr neue Unternehmen dafür, sich in unserer Gemeinde anzusiedeln. Das zeigt: Rosdorf ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Wir verfügen über die geeigneten Flächen, eine gute Verkehrsanbindung und eine leistungsfähige Infrastruktur. Beispielhaft für diese Entwicklung ist das Gewerbegebiet Siekanger.
Gewerbeflächen und Infrastruktur
Unser Ziel war und ist es, die heimischen Betriebe in der Gemeinde zu halten und zu stärken. Deshalb haben wir frühzeitig große Gewerbeflächen ausgewiesen. Dadurch konnten lokale Betriebe vor Ort expandieren, weitere Unternehmen gegründet werden und sich neue Firmen ansiedeln. Das sichert Arbeitsplätze und bringt unserer Gemeinde wichtige Gewerbesteuereinnahmen.
Unternehmen entscheiden sich aber nicht nur wegen der Lage und der Infrastruktur für einen Standort. Betriebe siedeln sich dort an, wo ihre Mitarbeitenden gute Lebensbedingungen vorfinden – mit Angeboten für Familien, guter Kinderbetreuung, lebendigen Vereinen und einer starken Gemeinschaft. All das macht die Gemeinde Rosdorf aus.
Bauen und Wohnen
Mit den Bauprojekten in den Luhbachauen haben wir mit den Wohnungsgenossenschaften bezahlbaren neuen Wohnraum geschaffen, gleichzeitig können Interessierte auch auf den Dörfern ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen.
Wir setzen uns auch für die Realisierung von Tiny Houses ein. Zukünftig soll dafür eine geeignete Fläche entwickelt werden.
Zudem fördern wir neue, spannende Projektvorhaben. So zum Beispiel in der Göttinger Straße, wo Wirtschaft und Wohnen zusammengebracht werden. Gemeinsam mit Investoren gelingt es uns so, Rosdorf weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu machen.
Wir fördern damit auch eine Verdichtung der Bebauung an geeigneten Orten und verhindern so, dass immer mehr Freiflächen, wie wertvolles Ackerland, versiegelt werden. Eine sinnvolle Verdichtung mit Ausgleichsbegrünung dient auch dem Klimaschutz.
Moderner Baubetriebshof – wirtschaftlicher Dienstleister für die gesamte Gemeinde
Die SPD hat sich für einen modernen und gut ausgestatteten Baubetriebshof für unsere Gemeinde eingesetzt. Konkret haben wir zwei weitere Stellen für den Bereich durchsetzen können.
Als wirtschaftlicher Dienstleister erledigt dieser als interner Auftragnehmer Unterhaltungsaufgaben jeglicher Art im gesamten Gemeindegebiet, ohne den Anspruch zu haben, als Konkurrenz zur heimischen Wirtschaft aufzutreten. Damit auch den gesetzlichen Anforderungen Genüge getan werden kann, (Mindestgröße Umkleide-, Waschräume, Aufenthaltsräume, Maschinenhallen und Werkstätten), haben wir uns für die Anmietung entsprechender Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße entschieden. Hier finden die Mitarbeitenden gute Bedingungen, die den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Wir wollen, dass gute Arbeit gute Rahmenbedingungen hat.
Verkehr
Zur Weiterentwicklung unserer Infrastruktur gehört ein Verkehrskonzept für den Kernort. Das haben wir nun entwickelt und wollen es in den kommenden Jahren umsetzen.
Die 30-minütige Taktung der Buslinie Rosdorf – Göttingen konnte in der zurückliegenden Wahlperiode realisiert werden. Das ist ein enormer Mehrwert für die Rosdorferinnen und Rosdorfer im Kernort, aber auch für Beschäftigte unserer heimischen Betriebe.
Außerdem bauen wir das Radwegenetz im Gemeindegebiet aus. Der Radweg am Siekweg ist bereits fertiggestellt. Die Planungen für den Radweg zwischen Dramfeld und Obernjesa gehen voran.
Wir setzen uns auch weiterhin für die Realisierung des Bahnhaltepunktes in Rosdorf ein. Damit wollen wir ein möglichst vielfältiges ÖPNV-Angebot in der Gemeinde Rosdorf gewährleisten.
Vereine und Ehrenamt sichern den Zusammenhalt.
Unsere Vereine sind ein unverzichtbarer Teil unserer Gemeinde und ein Anker für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie sorgen für Begegnung, Gemeinschaft und verbinden Generationen. Die Ehrenamtlichen in den Vereinen leisten herausragende Arbeit und verdienen den allergrößten Respekt. Wir stehen fest an der Seite unserer Vereine, haben immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen und unterstützen sie.
Sport
Durch den Erstkontakt unseres Bürgermeisters mit dem ASC konnte die Gemeinde die Idee einer Schwimmhalle für den Vereinssport wegen unserer guten Voraussetzungen im Bereich Wärmetechnik nach Rosdorf holen. Inzwischen schreiten die Arbeiten an der Schwimmhalle neben dem Rosdorfer Freibad voran. Hier werden künftig Schulen und Vereine Schwimmkurse anbieten. Auch das stärkt uns in unserem Vorhaben: Jedes Kind soll schwimmen lernen können.
In unsere Sporthallen und Sportplätze müssen wir auch künftig viel investieren, um dem steigenden Bedarf und den technischen Anforderungen gerecht zu werden. Wir werden uns mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes und dem Neubau einer größeren Sporthalle auseinandersetzen. Um unsere Vereine zu unterstützen, haben wir einen Sportentwicklungsplan auf den Weg gebracht und die Sportfördermittel deutlich erhöht.
Dorfgemeinschaftshäuser
Vereinsleben und Ehrenamt brauchen Räume. Wichtige soziale Mittelpunkte und Orte der Begegnung sind auch unsere Dorfgemeinschaftshäuser. Sie bieten Raum für Vereine, Veranstaltungen und das gesellschaftliche Leben vor Ort. Deshalb sanieren wir die Dorfgemeinschaftshäuser, damit sie auch zukünftig gute Treffpunkte im Ort bleiben
Sicherheit – Feuerwehr, das funktioniert
Eine leistungsfähige Feuerwehr ist das Rückgrat unserer Gemeinde.
In Rosdorf wird deshalb konkret gehandelt:
Aktuell planen wir den Neubau von zwei Feuerwehrhäusern in Atzenhausen und Sieboldshausen sowie die Erweiterung der Schwerpunktfeuerwehr im Kernort Rosdorf. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, dass unsere Einsatzkräfte auch künftig schnell, zuverlässig und auf dem neuesten Stand der Technik helfen können.
Wir investieren auch weiterhin konsequent in die Sicherheit unserer Gemeinde, so wie bereits in den vergangenen Jahren. Dazu gehören unter anderem große Investitionen in den Fuhrpark der Feuerwehren in Dramfeld und Obernjesa. Damit stellen wir sicher, dass auch die kleineren Ortschaften ohne eigene Feuerwehr im Einsatzfall zuverlässig mit abgedeckt werden. Aktuell steht zudem die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Ortsfeuerwehr Settmarshausen an.
Gleichzeitig treiben wir den Katastrophenschutz gezielt voran. Derzeit befinden wir uns in der Beschaffung leistungsstarker mobiler Notstromaggregate, die im Ernstfall eine externe Stromversorgung in unseren Dörfern sicherstellen können.
Ziel ist es, in jeder Ortschaft einen zentralen Anlaufpunkt zu schaffen- einen verlässlichen „Leuchtturm“ für die Bevölkerung, der auch bei Stromausfall erreichbar bleibt und Unterstützung bietet.
Umwelt und Klimaschutz als Querschnittsaufgabe
Der Schutz der Umwelt und des Klimas gehört zu den vordringlichsten Aufgaben unserer Zeit, um künftigen Generationen intakte und nachhaltige Lebensbedingungen zu hinterlassen.
Für die SPD Rosdorf ist Umwelt-und Klimaschutz deshalb eine Querschnittsaufgabe, die sich wie ein roter Faden durch fast alle kommunalpolitischen Themen zieht.
Mit unserer Klimaschutzmanagerin haben wir erfolgreich an einem Klimaschutz- und einem Energiewendekonzept für die gesamte Gemeinde gearbeitet. Im Bereich Wärme und Photovoltaik werden wir konkrete Projekte an kommunalen Gebäuden umsetzen, aber auch energetische Maßnahmen an Dorfgemeinschaftshäusern fördern. Außerdem setzen wir uns für die Förderung von E-Ladesäulen ein. Das ist ein wichtiger Beitrag für die Mobilitätswende.
Starke Dörfer sind die Grundlage für eine starke Gemeinde.
Wir sorgen für gute und gleichwertige Lebensbedingungen für alle Menschen, die unserer Gemeinde leben – von Atzenhausen bis Klein Wiershausen, von Sieboldshausen bis Rosdorf. Unsere Gemeinde besteht aus elf Dörfern, die alle zusammen unsere lebendige und vielfältige Gemeinde bilden. Alle Ortsteile müssen sich gut entwickeln können.
Gute Versorgung in allen Ortsteilen
Uns ist daher wichtig, dass alle Menschen, die in der Gemeinde Rosdorf leben, gut versorgt und angebunden sind. Dazu gehören eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung, gute Einkaufsmöglichkeiten, eine leistungsfähige digitale Infrastruktur sowie eine verlässliche Versorgung mit Wasser, Wärme und Energie.
Neben vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten ist auch die Gesundheitsversorgung von elementarer Bedeutung. Neben Arztpraxen in Mengershausen und Obernjesa verfügt Rosdorf durch den Bau des Ärztehauses am Kreisel und weiterer niedergelassener Fachärztinnen und Fachärzte über eine gute Versorgung. Wir haben diesen Neubau unterstützt und damit für eine stabile Gesundheitsversorgung in unserer Gemeinde für die kommenden Jahre gesorgt.
„Dorfregion“
Wir fördern die „Dorfregion“ aus dem Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen. Zurzeit sind Obernjesa, Sieboldshausen und Dramfeld in einem Verbund. Durch sehr große Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger über die Generationen hinweg sind Projektideen und Ziele entstanden: die Neugestaltung des ehemaligen Schulhofes in Obernjesa, die Neugestaltung des Thieplatzes in Dramfeld. Diese Projekte machen das Leben in der Dorfgemeinschaft attraktiver.
Wenn die Projektförderung ausläuft, werden sich mit unserer Unterstützung weitere Dörfer im Verbund für dieses Förderprojekt bewerben. Für die zweite Förderperiode haben sich Atzenhausen und Dahlenrode, interkommunal mit Barlissen und Jühnde beworben. Für die dritte Wahlperiode werden sich die westlichen Dörfer wie Mengershausen, Lemshausen,Volkerode, Settmarshausen und Klein-Wiershausen um eine Aufnahme in das Förderprogramm bewerben.