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26. September 2012: 1. Rosdorfer Bürgergespräch

„Mit den „Rosdorfer Bürgergesprächen“ möchten wir ein Forum schaffen, um aktuelle Themen über die Parteigrenzen hinweg mit Bürgerinnen und Bürgern und Fachleuten zu diskutieren“, beschrieb Sören Steinberg, Vorsitzender der SPD Rosdorf die Veranstaltungsreihe. Er konnte zufrieden sein. Das erste Bürgergespräch der Rosdorfer SPD lockte zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in das Rosdorfer Gemeindezentrum. Mit dem Thema „Was erwartet uns? -­‐ Erneuerbare Energien in Rosdorf und Südniedersachsen“ griffen die Sozialdemokraten ein, in der letzten Zeit, viel diskutiertes Thema auf.
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Auf dem Bild von links: Harald Grahovac, Achim Hübner, Doris Glahn, Jörg Kunkel, Doreen Fragel, Dr. Rappenecker, Jörg Klapproth und Sören Steinberg

In ihrem Grußwort stellte die SPD-­‐Landtagskandidatin Doris Glahn fest, dass „nicht nur die Kommunen gefordert sind, auch die Landesregierung hat einen erheblichen Anteil zu leisten, damit die Energiewende gelingt. Ein erster wichtiger Schritt ist die Bündelung von Kompetenzen der bisher in verschiedenen Ministerien angesiedelten Zuständigkeiten in einem Energieressort. Damit können klare Zuständigkeiten und kurze Entscheidungswege geschaffen werden.“


Mit den Podiumsteilnehmern Doreen Fragel, Energieagentur Region Göttingen e.V., Jörg Klapproth, Windkraft Diemarden GmbH & Co KG, Dr. Gerd Rappenecker, Vorstand der Stadtwerke Göttingen AG, Achim Hübner, Landvolk Göttingen und dem Gemeindebürgermeister Harald Grahovac entwickelte sich eine informative Diskussion mit intensiver Beteiligung der Gäste.


Im Mittelpunkt der Fragen standen die Möglichkeiten für einen Bürgerwindpark in der Gemeinde Rosdorf, die Kosten der Energiewende, die Rolle der Landwirtschaft bei der Energiewende und die Möglichkeiten von Privathaushalten bei der Energiewende.
Auf die Problematik des Verkehrs und des Maisanbaus angesprochen, versicherte Achim Hübner, „dass wir uns bemühen, die Belastungen durch den Zulieferverkehr für die Biogasanlage auf ein Minimum zu beschränken. Kleinere Anlagen seien aufgrund der Förderbedingungen betriebswirtschaftlich aber nicht darstellbar. Die Gefahr einer Vermaisung der Landschaft in Südniedersachsen besteht aktuell aber nicht.“
Dr. Rappenecker stellt in der Diskussion klar, dass „in einem Bürgerwindpark die Bürger die Mehrheit haben müssen. Sein Unternehmen könnte das nötige Know-­‐how bei einer solchen Beteiligung mit einbringen.“
Ähnlich äußerte sich auch Jörg Klapproth. Er fügte noch hinzu, dass für den Erfolg der Windenergie in Diemarden es wichtig war, das sich jeder beteiligen konnte. „Mit einer Mindesteinlage von 2.500 Euro und einer Deckelung des maximalen Kapitalanteils eines Eigentümers auf 10%, steht die Gesellschaft jedem offen und eine wirtschaftliche Dominanz eines einzelnen wird verhindert“, so Herr Klapproth.
Frau Fragel forderte die Bevölkerung auf, das Beratungsangebot ihrer Agentur zu nutzen. „Bei der Energieeinsparung lässt sich noch viel bewegen, gerne komme ich bei Ihnen vorbei und zeige Ihnen, wo die Energiefresser im Haushalt versteckt sind“, so Frau Fragel. Der Rosdorfer Bürgermeister Harald Grahovac schilderte die zahlreichen Investitionen der Gemeinde in Energieeinsparungsmaßnahmen und den Einsatz von regenerativen Energien auf kommunalen Gebäuden. „Mit diesen Maßnahmen entlasten wir den Gemeindehaushalt“, stellte Harald Grahovac fest.

Als Fazit der Veranstaltung fasste der SPD Fraktionsvorsitzende Jörg Kunkel zusammen, „dass wir einen Dreiklang von Energieeinsparung, Energieeffizienz und den Ausbau der Erneuerbarer Energien benötigen, um die Klimaziele zu erreichen. Dazu gehört auch der Beschluss vom Landkreis Göttingen, dass der Landkreis bis 2040 energieautark werden soll.“ Dieses Ziel konnten alle Podiumsteilnehmer unterstützen.

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